Surf&Skate Festival: Longboard selber bauen

Von 2. bis 5. Juni 2016 geht’s in Hamburg mal wieder ab: Das Surf & Skate Festival feiert auf dem MLOVE-Gelände in der Hafencity sein zehnjähriges Jubiläum. Es gibt eine Menge tolle Musik, Surffilme, Skate-Contests, Kunstausstellungen, eine fette Party im Mojo Club und einige Mitmach-Workshops. Und da sind wir auch schon bei meinem Highlight: dem Longboard Do-it-Yourself Workshop von und mit Backwood aus Aachen. Vor zwei Jahren habe ich den wirklich netten Backwood-Chef Martin Weiß persönlich kennenlernen dürfen – eben bei einem seiner Longboards selber bauen Workshops in einer angemieteten Werkstatt auf St. Pauli.

Surf & Skate Festival Hamburg am ersten Juniwochenende 2016 (Foto: Lennart Ritscher)

Surf & Skate Festival Hamburg am ersten Juniwochenende 2016 (Foto: Lennart Ritscher)

Das Surf & Skate Festival ist eine Institution in Hamburg – auch wenn es mittlerweile Eintritt kostet und damit nicht mehr der „Da-gehe-ich-einfach-mal-hin-und-schaue-was-so-geht“-Event ist, der es mal war. Das genaue Programm findet Ihr im Netz unter www.surf-skate-festival.com oder auf der Facebook-Eventseite. Tickets (Fr & So 5 EUR; Sa 12 EUR inkl. Party) gibt es hier oder vor Ort.

Die Workshops von Backwood sind dagegen noch ein echter Geheimtipp. Drum schnell jetzt, denn bis heute Mittag (Montag, 23.5., 12 Uhr) könnt Ihr Euch noch anmelden und am Surf & Skate Festival Wochenende Euer eigenes Longboard oder Surfboard bauen. Ich habe das wie bereits erwähnt vor gut zwei Jahren getan und hatte nicht nur eine gute Zeit, sondern hinterher auch ein St. Bergweh Longboard Unikat. Ihr bestimmt Shapes und Design selbst. Martin hat das nötige Werkzeug und verschiedene Materialien (Hölzer) am Start. Absolut empfehlenswert! Im Sommer 2014 hatte ich ihm ein paar Fragen dazu gestellt. Jetzt ist endlich die Gelgenheit, seine Antworten hier mit Euch zu teilen:

Egal, ob Long- oder Surfboard: Backwood setzt auf eine nachhaltige Produktion und engagiert sich sozial

Egal, ob Long- oder Surfboard: Backwood setzt auf eine nachhaltige Produktion und engagiert sich sozial

STB: Martin, wie zum Teufel kommt man auf die Idee, in Aachen Surfboards zu bauen?
Martin: Ich selber bin seit vielen Jahren leidenschaftlicher Wellenreiter. Mit dem Boardbau hat alles Mitte der Neunziger angefangen. Ausschlaggebend waren zum Einen die hohen Preise für Surfbretter, zum Anderen die Herausforderung, mit neuen Materialien zu arbeiten. Natürlich ist das erste Brett in EPS-Epoxy Bauweise nicht perfekt und schon gar nicht günstiger geworden, aber es funktionierte und mein Ehrgeiz war gepackt. Die Idee, mit Holz zu arbeiten hatte ich dann Mitte 2000, nach einer Diskussion über die Umweltverträglichkeit von Surfbrettern.

STB: Und man kann davon leben?
Zur Zeit (2014, Anm. des Interviewers) lebe ich nicht ausschließlich davon, Surfbretter zu bauen. Bis vor Kurzem habe ich auch noch als Architekt gearbeitet. Wir haben bei Backwood allerdings ein sehr breites Spektrum an Produkten und Projekten. Wir versuchen uns in allen Bereichen des Brettsports zu positionieren. Zudem haben wir eine Vielzahl an Projekten im Jugendbereich. Wir organisieren und veranstalten auch Workshops an Schulen und sozialen Einrichtungen.

Sowohl Shape als auch Design können bei den Backwood Do it Yourself Workshops ganz individuell ausfallen

Sowohl Shape als auch Design können bei den Backwood Do it Yourself Workshops ganz individuell ausfallen

STB: Warum sind Eure Bretter aus Holz?
Martin: Die Idee Surfbretter aus Holz zu bauen entstand aus der Diskussion über die Umweltunverträglichkeit herkömmlicher Foamboards. Allerdings ist dies ein sehr komplexes Thema, da es sehr schwierig ist, ein wirklich 100 Prozent Nachhaltiges Produkt herzustellen. Holz ist aber ein lebendiger Werkstoff und es gibt kaum etwas schöneres, als mit Holz zu arbeiten. Zudem überzeugt das Material mit seinen Eigenschaften im Wasser.

STB: Warum sollte man sein Surf- oder Longboard selbst bauen?
Martin: Der Reiz sein eigenes Board zu bauen ist natürlich erheblich größer, als ein fertiges Brett von der Stange zu kaufen. Es ist schön zu sehen, wie stolz unsere Teilnehmer immer wieder sind, wenn Ihr Board fertig ist.

Martin gibt nicht nur hilfreiche Tipps, sondern packt in kritischen Situation auch selbst mit an

Martin gibt nicht nur hilfreiche Tipps, sondern packt in kritischen Situation auch selbst mit an

STB: Du kommst jetzt zum wiederholten Mal für Eure DIY-Workshops nach Hamburg. Was unterscheidet die Hamburg von anderen Städten, in denen Ihr unterwegs seid?
Martin: Wir kommen immer wieder gerne nach Hamburg. Die Hamburger sind sehr verbunden mit dem Wasser und verrückt nach Wassersport. Die Anfrage die wir aus Hamburg bekommen ist unglaublich groß.

STB: Sind noch Plätze frei und wie kann man sich anmelden?
Martin: Wir sind momentan schon relativ voll, Ihr könnt uns aber gerne kontaktieren, falls es Interesse an unserem Workshopprogramm gibt. Kontaktiert uns unter info@back-wood.de oder via Facebook.

STB: Danke Martin.

Drei ganz unterschiedliche Ergebnisse bei Backwood DIY Longboard Workshop

Drei ganz unterschiedliche Ergebnisse bei Backwood DIY Longboard Workshop

Das heutige St. Bergweh Musikvideo ist in doppeltem Sinne ein Kunstwerk: Sphärische Kläneg von Nick Cave and Warren Ellis zu einer unglaublich kreativen Idee – unbedingt reinschauen, ist echt der Hammer:

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