Test: Delayon Explorer Goggles

Ich habe ja ein Faible für Menschen, die einfach mal machen. Manchmal – leider viel zu selten – bekomme ich das ja selbst auch hin: So wie mit Sofar Sounds nach Hamburg bringen (guckst Du hier oder hier) oder vor mittlerweile mehr als fünf Jahren mit der Registrierung der Domain st-bergweh.de und allem was danach folgte. Nun hat mit Nicolas ein offizieller #BergNerdsHH Vertreter in seiner Wahlheimat Innsbruck auch einfach mal gemacht und diesen Winter mit DELAYON Eyewear eine Snowboard und Skibrillenkollektion an den Start gebracht, die nicht nur das nervige Wechseln der unterschiedlichen Linsen vereinfacht, sondern auch noch einen akzeptablen Preis hat – trotz oder gerade wegen der Philosophie: „Riders owned & Riders driven“. Ich durfte eines der brandneuen Exemplare zuletzt mit ein paar Fischkoppridern in Fieberbrunn und gerade noch mal auf der Steinplatte ausgiebig testen. Doch bevor ich zur Brille selbst komme – und zu einem exklusiven St. Bergweh Angebot – noch ein bisschen was zum Hintergrund.

Dauert einen Moment, aber man kann mit etwas Phantasie auch einen Horror-Clown sehen – phantastisch und gleichzeitig real ist hingegen der Deal für St. Bergweh Leser: Zu jeder verkauften Skibrille gibt es ein kostenfreies Beanie im Wert von knapp 20 Euro

Dauert einen Moment, aber man kann mit etwas Phantasie auch einen Horror-Clown sehen – phantastisch und gleichzeitig real ist hingegen der Deal für St. Bergweh Leser: Zu jeder verkauften Skibrille gibt es ein kostenfreies Beanie im Wert von knapp 20 Euro

Warum eigene Goggles?
Klar, dass ich Nicolas diese Frage stellen muss. Schließlich gibt es schon zig Marken und noch viel mehr Brillenmodelle irgendwo zwischen 30 und 300 Euro. „Ich war bislang immer recht unzufrieden mit den meisten am Markt erhältlichen Brillen, da hochwertige Marken wie Oakley unglaublich teuer und günstige Produkte oftmals nicht wirklich durchdacht und ausgreift sind. Das Preis-Leistungsverhälltnis passt oft einfach nicht. Da ich aber viele Brillen testen und unter anderem mit erfahrenen Leuten wie Jeremy Jones oder Samuel Anthamatten und diversen Bergführern zusammenarbeiten konnte, weiß ich, was eine hochwertige Skibrille können muss. Also wollte ich es selbst machen und zwar nicht nur besser, sondern gleichzeitig zu einem sehr fairen Preis“, erklärt Nicolas seine Motivation.

Fischkopprider, gebürtiger Hamburger und Wahl-Innsbrucker Nicolas Metz ist jetzt mit einer eigenen Snowboard- und Skibrillenkollektion am Start (Foto: Nicolas Metz / DELAYON Eyewear)

Fischkopprider, gebürtiger Hamburger und Wahl-Innsbrucker Nicolas Metz ist jetzt mit einer eigenen Snowboard- und Skibrillenkollektion am Start (Foto: Nicolas Metz / DELAYON Eyewear)

Riders owned & Riders driven
Laut den Aussagen von Nicolas, arbeitet jeder, der irgendwie involviert ist, rein aus Leidenschaft. Kein Geld verlässt das Unternehmen. Das gilt selbst für das Team, bestehend aus jungen Bergführern, Snowboard & Ski Alpinisten und Athleten. Keiner von ihnen erhält eine direkte finanzielle Kompensation. „Zwei interessierten Investoren haben wir bewusst abgesagt, um uns selbst treu bleiben zu können. DELAYON Eyewear soll keine Cash-Cow größerer Konzerne werden. Wir sind Riders owned und Riders driven. Es ist unser Anspruch, hochwertige und technisch ausgereifte Produkte zu designen, hinter denen wir zu 100 Prozent stehen können. Dabei haben wir uns das Ziel gesetzt, die Preise der bekannten Marken, um mindestens den Betrag eines Tagesskipasses zu unterbieten“, sagt Nicolas und fasst das Motto der kleinen „Hamburg x Innsbruck“-Marke zusammen: Spend less – Ride more! Ähnelt ein bisschen meinem Credo: Talk less – Ride more!.

Konstantin Ottner beim Extremtest der neuen Goggles (Foto: Christoph Jorda / DELAYON Eyewear)

Konstantin Ottner beim Extremtest der neuen Goggles (Foto: Christoph Jorda / DELAYON Eyewear)

Just Goggles – keine Rocket Science
Die DELAYON Eyewear Produkte werden allesamt von Nicolas und seinem Team gestaltet und getestet. Dabei entwickeln sie selbst aktiv keine neuen Technologien, sondern kombinieren vielmehr bestehende, um die Produkte mit ihrem Wissen und ihrer Erfahrung zu verfeinern. „Dadurch werden Kosten erspart, welche sonst den Verkaufspreis für den Kunden in die Höhe treiben würden“, erklärt Nicolas. Und manchmal hilft einfach Gevatter Zufall freundlich nach, wie Nicolas verrät: „Wir haben für unsere Top-Linse, die Space Blue, eine graue Polycarbonatlinse mit einer blauen Beschichtung zusammengebracht. Diese Kombination verstärkt blaue, aber auch besonders rot-orangene Farbtöne sehr gut. In der Theorie wollten wir so den Kontrast ‚etwas‘ erhöhen. Das Resultat hat uns selbst überrascht: eine Linse, die sowohl in absoluter Sonne als auch bei passivem Licht oder leichtem Schneefall sehr gute Sicht bietet – und die ein Wechseln der Linse im Prinzip unnötig macht. Ehrlich gesagt, fahre ich mittlerweile fast nur noch die Space Blue.“

Und nur weil es so geil ist noch ein weiteres Bild von Konstantin Ottner (Foto: Christoph Jorda / DELAYON Eyewear)

Und nur weil es so geil ist noch ein weiteres Bild von Konstantin Ottner (Foto: Christoph Jorda / DELAYON Eyewear)

Fakten zur DELAYON Explorer Brille
Nicolas hat mir die Explorer Googles Matte Black mit Space Gold Linse (Kategorie 4 mit 5 Prozent Lichtdurchlässigkeit) für sonnige Tage sowie eine Space Orange Wechsellinse, die mit einer Lichtdurchlässigkeit von 42 Prozent am unteren Ende der Kategorie 2 liegt und somit eher für neutrale bis schlechte Sichtverhältnisse geeignet ist, zur Verfügung gestellt. Wie man auf den Bildern schon sehen konnte beziehungsweise kann, ist das Design der Brille von einer sehr großen verspiegelten Linse und einem optisch kaum wahrnehmbaren Rahmen geprägt. Aber auch wenn man ihn fast nicht sieht, hat es der Rahmen in sich: Er besteht aus thermoplastischen Polyurethan und ist nahezu unkaputtbar, da ungemein flexibel. Das Ventilationssystem kommt erst – wie das eigentlich aller anderen Brillen auch – bei schweißtreibenden Aufstiegen an seine Grenzen. Farblich kann man zwischen schwarz, blau und pink sowie weiß/schwarz, schwarz/pink und pink/weiß wählen. Die Brillenbänder gibt es in den Farbkombinationen schwarz/weiß, blau/weiß und pink/weiß.

Es soll ja Frauen (und Männer) geben, die auf vermeintlich feminine Farben stehen, aber bei der Funktionalität keine Abstriche machen wollen – bitte schön...  (Foto: Charlie Schwarz / DELAYON Eyewear)

Es soll ja Frauen (und Männer) geben, die auf vermeintlich feminine Farben stehen, aber bei der Funktionalität keine Abstriche machen wollen – bitte schön… (Foto: Charlie Schwarz / DELAYON Eyewear)

Rahmen und Linse werden durch zehn Magneten mit ordentlich Power zusammengehalten. Durch leichtes verdrehen des Rahmens lässt sich die Linse ganz einfach lösen. Zum Einsetzen wiederum muss man die Linse nur ein paar Millimeter vor den Rahmen halten und schon wird diese durch die Magneten angezogen und sitzt sofort perfekt. Das System ist unglaublich praktisch, zeit- und nervensparend, allerdings nicht, ohne einen kleinen Kompromiss zu gehen: Bei einem zugegebenermaßen ziemlich heftigen Tomahawk-Sturz im Powder von Fieberbrunn, fand ich mich mit Brille auf der Nase, aber ohne Linse vor den Augen im Schnee sitzend wieder. Nicht immer dürfte man die Linse so einfach wie ich in diesem Fall im Tiefschnee wiederfinden. Zugegebenermaßen wäre eine verlorene Linse bei so einem Crash normalerweise das kleinste Problem. Und wenn man sie findet, wird sie kurz mit dem mitgelieferten Microfaser-Packsäckchen trocken gerieben und sitzt wenige Sekunden später wieder an gewohntem Platz. Dennoch sollte man sich diesen Umstandes bewusst sein, den man sich mit der höchst praktischen Wechselmechanik mit einkauft. Apropos einkaufen: Die Brille gibt es nur im DELAYON Eyewear Onlineshop und kostet inklusive einer Linse absolut faire 95 Euro.

Magneten am flexiblen Rahmen und an den Linsen machen das Wechseln zum Kinderspiel (Foto: Charlie Schwarz / DELAYON Eyewear)

Magneten am flexiblen Rahmen und an den Linsen machen das Wechseln zum Kinderspiel (Foto: Charlie Schwarz / DELAYON Eyewear)

Die Wechsellinse Space Orange kostet 35 Euro und ist für bewölkte oder leicht verschneite Tage mit schlechten Kontrastverhältnissen geeignet – ohne dass man die Augen zusammenkneifen muss, wenn mal ein paar Sonnenstrahlen durch die Wolkendecke kommen. Sie ist wie alle DELAYON Eyewear Linsen aus 1,5mm starkem Polycarbonat und damit etwas dicker als gewöhnliche Linsen und damit deutlich stabiler und besser geschützt gegen Fremdeinwirkungen. Die spherische Doppellinse, die sonst fast nur bei hochpreisigen Brillen zu finden sind, verhindert optische Verzerrungen. Natürlich bieten alle Linsen auch einen hundertprozentigen UV- und IR-Lichtschutz. Wie die Linsen kann im Übrigen auch das Brillenband ganz einfach getauscht werden. Es besitzt innen einen praktischen Antirutschstreifen, damit die Brille da bleibt, wo man sie hingesetzt hat.

Spezieller St. Bergweh Deal
Wer eine neue Brille sucht und das kleine – halb Hamburger, halb Innsbrucker – Label mit dem Kauf einer ihrer hochwertigen Goggles unterstützen will, der bekommt dank einer Absprache zwischen Nicolas und mir noch ein Bonbon obendrauf – und zwar in Form eines DELAYON Slouch Beanies Eurer Wahl im Wert von 19 Euro. Einfach im Shop eine Brille und ein Beanie aussuchen und während des Bestellprozesses den Aktionscode „Bergweh“ eingeben. Dann werden Euch die 19 Euro vom Rechnungsbetrag abgezogen. Also checkt den DELAYON Eyewear Onlineshop und schickt mir dann Eure kreativen Reflection-Selfies.

Zum Abschluss wie immer noch ein St. Bergweh typisches Musikvideo – heute passenderweise ein Song, von dem ich ohne einen Ski- und Snowboardfilm wahrscheinlich nie etwas gehört hätte: Mapei mit „Don’t Wait“

3 Antworten zu “Test: Delayon Explorer Goggles

    • Meine Erklärung: Kleine Firma mit begrenzten Kapazitäten. Deshalb (bisher) nur eine Sprachversion. Und da halt mit Englisch die wichtigste, um international agieren zu können.

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